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Wiesbaden. Die neue hessische Selbsthilfe-Initiative „Pinkpaddlerinnen“, die Frauen mit der Diagnose Brustkrebs zum gemeinschaftlichen Bewältigen der Krankheit einlädt,  verfügt ab heute über ein eigenes Boot. Im Schiersteiner Hafen nahm Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und Schirmfrau der Aktion, dessen Taufe auf den Namen „Hanne“ vor. Die Mittel für die Anschaffung des Bootes hat Minister Stefan Grüttner, der Chef der Hessischen Staatskanzlei, gespendet.

„Mit dem schmucken pinkfarbenen Boot haben die Paddlerinnen nun ihr eigenes ‚Flaggschiff’ und für ihr sportliches Tun ein schwimmendes Zuhause auf dem Rhein“, erklärte Petra Müller-Klepper. Sie unterstützt als Schirmherrin die Initiative, „weil es wichtig ist, die Erkrankung Brustkrebs zu enttabuisieren und ihre Bekämpfung verstärkt anzugehen.“ Den betroffenen Frauen werde mit der Initiative Mut gemacht. „Sie sitzen im wahrsten Sinn des Wortes in einem Boot und treffen beim Training auf Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.“ Der Teamsport stärke die Psyche der Betroffenen. Außerdem sei festgestellt worden, dass mit speziellen Trainingsprogrammen durch das Paddeln Lymphödeme nach Brustkrebs verringert werden könnten.

Brustkrebs ist sowohl in Deutschland als auch in Europa die häufigste Krebsneuerkrankung bei Frauen. 27,8 Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen entfallen auf Brustkrebs. 57.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich neu an Brustkrebs. Die Staatssekretärin appellierte an die Frauen in Hessen, vor dem Thema nicht die Augen zu verschließen, sondern sich mit dem Risiko auseinander zu setzen und regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen.

„Mir ist wichtig, dass die Krebspatienten in Hessen eine optimale Diagnose, Therapie und Nachsorge erhalten. Um das in ganz Hessen anbieten zu können, haben wir ein Onkologiekonzept erarbeitet“, teilte Petra Müller-Klepper mit. Kernstück sei dabei, die künftig verbindlich geregelte Zusammenarbeit kleinerer und größerer Krankenhäuser in sogenannten Onkologischen Zentren. Darüber hinaus sollen auch niedergelassene Ärzte einbezogen werden, um von der Früherkennung bis zur Nachsorge eine belastbare und moderne Struktur für Patienten aufbauen zu können. „Mit dem Hessischen Onkologiekonzept wollen wir für die Behandlung von Krebserkrankungen neue Maßstäbe setzen.“

Pinkpaddlerinnen gibt es bereits in vielen Ländern. Zurückzuführen ist die Bewegung auf Studien des kanadischen Sportmediziners Dr. Don McKenzie im Jahr 1996. Hanne Braselmann aus Martinsthal im Rheingau, die selbst betroffen ist, brachte die Idee des „Paddeln gegen Brustkrebs“ von einem Aufenthalt in Kanada im Herbst 2009 mit nach Hessen. Sie rief mit Unterstützung des Wassersportvereins Schierstein die Initiative ins Leben und leitet als erfahrene Drachenbootfahrerin die Schnupperkurse, die vor kurzem starteten.